
Führung im Großkraftwerk Mannheim: wenn Musiker zu Technikfans werden
Heute war’s soweit: Ein Teil der Musiker des Polizeiorchesters Mannheim hat das Großkraftwerk Mannheim (GKM) Block 9 besichtigt und von innen wie von oben erlebt. Ausgestattet mit grünem Schutzhelm, blauer Besucherweste und Kopfhörern (die Turbinenhalle ist laut!) ging’s los.
Unser Tubist Martin Hoffmann, bis letztes Jahr noch Schichtleiter im GKM, führte uns durch die gigantische Anlage. Und gigantisch ist wirklich untertrieben: In der Generatorhalle spürte man förmlich, wie die 3.000 Umdrehungen der Turbine den Boden vibrieren ließen. Kein Wunder, dass es hier gut warm war – immerhin wird hier bis zu 600 Grad heißer Dampf in Strom verwandelt! Auch im Kesselhaus herrschte eine spürbare Hitze, ein klares Zeichen dafür, wie viel Energie hier jeden Tag erzeugt wird. Bei Volllast werden bis zu 280 Tonnen Steinkohle am Tag verstromt. Das sind zwei Schiffsladungen - eine beeindruckende Zahl. Überhaupt ist hier alles riesig, seien es die Kohlemühlen, Kohlebunker, Rohrleitungen, Ventile, Pumpen...
Besonders faszinierend: die komplexe Rauchgas-Nachbehandlung. Die Filter- und Entschwefelungsanlagen sind neben dem Kesselhaus in extra Gebäuden untergebracht und natürlich auch riesig. Zum Schluss durften wir auch noch hoch oben von den Aschesilos einen wunderbaren Ausblick genießen. Das Gewirr aus Förderbändern, Rohren und Leitungen zeigt, wie viel Technik hinter jeder Steckdose steckt.
Nach fünf Stunden (ja, von 10:15 bis 15:30 Uhr!) und vielen Fragen war klar: das hat sich absolut gelohnt und war super interessant. Danke, Martin, für diese tolle Führung – und für die Geduld, all unsere Fragen zu beantworten!


















