
Pressebericht Schwetzinger Zeitung vom 17.04.2026
Polizeiorchester Mannheim animiert Senioren zum Tanzen
Geselligkeit: Gäste beim Forum Älterwerden sind begeistert von der Musik und feiern mit.
Brühl. Das Frühlingsfest des Forums Älterwerden (FO) hat Tradition in Brühl. Seit über eineinhalb Jahrzehnten gehört auch der Auftritt des Polizeiorchesters Mannheim dazu.
Daher war es kein Wunder, dass viele Gäste ins katholische Gemeindezentrum kamen und begeistert mit klatschten, schunkelten und manche sogar zu der mal modernen, mal klassischen Blasmusik tanzten. Passend zur Veranstaltung herrschte bestes Frühlingswetter, als FO-Sprecherin Ursula Jennenwein die Anwesenden und die Ehrengäste begrüßte, darunter auch Stadtrat Gerhard Zirnstein von der Kolpingsfamilie und Pater Kurian Thomas Kattamkottil.
Der Nachmittag war komplett musikalisch geprägt. Gleich nach der Ansprache kamen fast 30 Musikerinnen und Musiker des Polizeiorchesters Mannheim die Bühne, die gerade mal so mit ihren Instrumenten darauf Platz fanden. Ausgestattet mit ihren blitzblanken Trompeten, Querflöten, Saxophonen, Tubas und Flügelhörnern nahmen sie vor dem gespannt wartenden Publikum Platz und entfachten aus dem Stand ein musikalisches Feuerwerk.
Evergreens stehen neben Polkas und Märschen. Unter der Leitung von Wolfgang Rothenheber spielten sie musikalisch auf sehr hohem Niveau und begannen dabei mit einem Beatles-Medley mit Evergreens wie "Ob-La-Di Ob-La-Da" und "Lady Madonna", gefolgt von einer extra langen Hommage an den Sänger Marius Müller-Westernhagen. Egal ob "Sexy" oder "Freiheit", immer klatschten die Zuschauer freudig mit. Bemerkenswert auch die Soli von Saxophonist Oskar Jankowski und von Anja Leukert am Flügelhorn. Nach einer kurzen Pause ging es etwas traditioneller, aber nicht weniger schwungvoll weiter. Denn dann standen Polkas und Märsche auf dem Programm, aber auch leichtere Kost wie "Er gehört zu mir" von Marianne Rosenberg oder "Wunder gibt es immer wieder", im Original von Katja Epstein.
Gegen Ende meinte Dirigent Rothenheber launig: "Eigentlich spielen wir seit 16 Uhr Zugaben." Aber gerne machten sie noch weiter, sodass es einen Zugabetitel nach dem anderen gab. Natürlich wurde für das Finale das Badner Lied gespielt, bei dem das Publikum textsicher mitsang, zu dem viele aufstanden und als waschechte Lokalpatrioten dabei die Hand aufs Herz legten.
Ursula Jennenwein freute sich zusammen mit allen ehrenamtlichen FO-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sichtlich, dass der Nachmittag den Anwesenden hervorragend zu gefallen schien. Sie bedankte sich im Namen des Forums beim Polizeiorchester auch mit einem Geschenk an den Leiter und meinte: "Das war mal wieder ein wundervoller Nachmittag. Ich hoffe, es hat Ihnen genauso gefallen wie uns und hoffe, dass wir uns beim nächsten Termin alle gesund wiedersehen. Kommen Sie gut heim."
Die Musik kam so gut an, dass es manche Gäste nicht auf ihren Sitzen hielt und sie eine flotte Sohle auf das Parkett legten. So auch Gerhard Zirnstein, der kommentierte: "Das ist so ein schöner Nachmittag und schönstes Wetter noch dazu. Heute strahlen wirklich die Sonne und die Gäste und die Wette". Zuschauerin Gabriele Berger schwärmte: "Das war einfach großartige Blasmusik. Mein Mann war Österreicher. Wir waren oft und lange in seiner Heimat, wo es ganz viele lasmusikorchester gibt. Das hat mich heute so schön an damals erinnert."
Besucher und Musiker freuen sich auf eine Neuauflage
Dolores Knaier verriet: "Ich kann so Musik einfach nicht widerstehen. Ich bin zum ersten Mal dabei. Die Musik hat mich hergelockt. Das Orchester ist einfach der Hammer." Und ihre Freundin Monika Butz fügte hinzu: "Einfach nur gut. Dazu tanzt man doch gerne." FO-Urgestein Maria Becker meinte: "Dass das Polizeiorchester Mannheim zu unserem Frühlingsfest kommt hat einfach Tradition". Und es käme immer wieder hervorragend an. Ursula Jennenwein ergänzte: Die buchen wir auf jeden Fall wieder".
Dirigent Wolfgang Rothenheber erklärte: "Wir achten darauf, immer wieder neue Stücke mit ins Programm zu nehmen. Oft haben wir auch ABBA-Hits gespielt. Diesmal war es etwas anders. Natürlich kommen wir immer wieder gerne hier her."
Artikel in der Schwetzinger Zeitung vom 17.4.26 von Marco Montalbano